Herzlich willkommen bei

                         

  K  Ö  H  L  E R  R  B  U  C  H


                           Telefon: 02202-9276125
                      E-mail: Koehlerbuch@web.de
        Adresse: Joachim Winsmann, R.-Zanders-Straße 98a
                        51469 Bergisch-Gladbach

Willkommen auf meiner Homepage!

 

Hier werden sie über die Arbeit meines Autoren-Verlages "KÖHLERBUCH" informiert, der es sich zur Aufgabe gemachtt hat, die Memoiren der DEKABRISTEN zu übersetzen und zu publizieren. Daneben enstehen auch andere Titel, die Sie vielleicht interessieren, ausgewählte  Nachauflagen und Neubearbeitungen aus dem Archiv der Verlagsbuchhandlung Alexander Köhler, die 1869 in Dresden gegründet wurde und in deren Tradition ich mich verstehe, da ich die Firma 1985 übernahm. Dem ist der folgende Titel geschuldet: Fr. Rochlitz "Tage der Gefahr". Ausserdem "Die Stiftsfehde zu Mainz" - eine Erzählung von Oskar Höcker aus der Zeit J. Gutenbergs, die auch heute noch lesbar ist  (erschienen um 1910 in der Schreiter'schen Verlagsbuchhandlung, Berlin).

Aber es gibt auch eigene Titel, wie z.B. "Mein Feodossia" oder "Tagesfahrten".

Der Vertrieb erfolgt unter meinem Namen über www.neopubli.de, bzw. epubli. Auf vorgenannter Plattform sehen Sie, welche Titel derzeit über den Buchhandel lieferbar sind (www.epubli.de/J.Winsmann). Für alle, die nicht wissen, wer die Dekabristen sind, möchte ich vorab sagen, daß es zum Teil der Freundeskreis des russischen Nationaldichters Alexander Puschkins war. Und wer den Autor des Eugen Onegin nicht kennt, sollte diese Seite schnell wieder verlassen.

In einer Zeit, wie wir sie gegenwärtig erleben, ist es gut, sich auf die Spur vergessener WERTE zu begeben. Dabei müssen die Uhren etwas zurück gestellt werden - so weit, dass wir in das Jahr 1826 kommen, denn im Sommer jenen Jahres standen in Russland junge Menschen vor Gericht, die aus den Schrecken des Krieges gelernt hatten und eine demokratische Grundordnung in ihrer Heimat errichten wollten: in Russland. Warum sollte man davon etwas wissen? Einfach deshalb, weil jene jungen Menschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts über all die Werte verfügten, deren Mangel uns heute krank macht und deren Reste aktuell bedroht scheinen. Jene Menschen, von denen hier die Rede ist, nennt man Dekabristen. Und das, wofür sie gelebt, wofür einige auch gestorben sind, nennt man Demokratie...

 

 

Dresden (Bild oben) war einmal. Bild unten: Das ehemalige Dekabristen.Museum in Moskau in dem einstigen Palais des Senators Michail N. Murawjow auf der Basmannaja-Straße.n

Es geht um die Dekabristen-Edition bei KÖHLERBUCH.

 

Zum Thema der Dekabristen gibt es außer den "Erinnerungen der Fürstin Maria Wolkonsky" (erschienen 1978 im Buchverlag Der Morgen, Berlin) u.a. noch zwei Basis-Ausgaben, um sich über das Thema kundig zu machen:

1. "Die Dekabristen" von Michail Sergejewitsch Wolkonsky, dem Sohn des Dekabristen (erschienen in der Übersetzung von W. Jollos im Artemis-Verlag Zürich 1946) und

2. "Die Dekabristen - Dichtungen und Dokumente" (herausgegeben von Gerhard Dudek im Insel-Verlag Leipzig 1975)

Diese Bücher gaben mir die Anregung, eine Übertragung weiterer Dekabristen-Texte zu wagen. Daraus entstand 2003 der Band:

"Die Brüder Christi in Russland", der zum Ausganbgspunkt meiner Dekabristen-Edition wurde.

 

Die Dekabristen-Edition bei KÖHLERBUCH

Anfang: 6 Bücher in 3 Bänden + Zusatzband!
(Texte in chronologischer Folge der Ereignisse)

Buch 1 ;  "Kinder des Jahres 1812"
Buch 2 ;  "Der Aufstand vom 14. Dezember 1825"

ISBN: 9783-7375-6194-5
Buch 3 ;  Haft und Verurteilung der Dekabristen

Buch 4In der Verbannung

ISBN:9783-7375-9898-2
Buch 5Ausgewählte Briefe der Dekabristen
Buch 6 ;  Nachlass und Erinnerungen

ISBN: 9783-7375-6355-0
Buch 7 ;  Das Umfeld der Dekabristen im Portrait (Bildband - noch in Arbeit)

Zum Werk & zu den Erinnerungen einzelner Dekabristen sowie deren Umfeld:

Buch 8 und 9:    Die Familie Wolkonsky (Buch8:Die Familie des Gouverneurs von Orenburg; ISBN 9783-7375-9534-6

Buch 9: Die Erinnerungen des Fürsten Sergei M. Wolkonsky - ISBN 9783-7375-6852-4)
Buch 10 und 11: Die Familie Bestushew (Memoiren der Geschwister, bzw. Werke Nikolai Bestushews)
Buch 12 und 13: Die Familie Murawjow (B12: Familie; Buch 13: Das Leben des Nikolai Murawjow-Karskij)
Buch 14:    Die Erinnerungen des Baron von Rosen (leicht überarbeitet; ISBN 9783-7418-0545-5)
Buch 15: Erinnerungen & Briefe des Iwan I. Pustschin (erstmals in deutscher Übertragung! ISBN 9783-7375-9546-9)
Buch 16: Erinnerungen & Briefe des Iwan D. Jakuschkin (Ankündigung für 2018)
Buch 17: Erinnerungen & Briefe des I. I. Gorbatschewskij (erscheint 2017)
Buch 18: Die Erinnerungen des Nikolai I. Lorer (lieferbar bei BoD; ISBN 9783844818659)
Buch 19: "Schwere Zeiten"  Die Erinnerungen des Nikolai W. Bassargin

ISBN 9783-7418-0632-2
Buch 20: Lunin (lieferbar bei BoD bis Ende 2016) ISBN 9783833491863

Buch 21: Rylejew - Poet und Rebell
Buch 22: Küchelbecker (in Arbeit)
Buch 23: Die Fürsten Trubetzkoi und Obolenskij
Buch 24: Der Sonderfall Batenkow (ab 01. 11. 2016  lieferbar)
Buch 25: Die Dekabristen von A bis Z

ISBN 9783-7375-5802-0

 

In der Planung:

 

Buch 26: A.V. Poggio "Briefe und Erinnerungen" (2017/18)

Buch 27: "Die Memoiren des Dmitrij Sawalischin" (2018/19)

Buch 28: P.A. Muchanow "Schriften $ Briefe" (2019/20)

 

Mit Abschluss der Übertragung von Schriften P. Muchanows findet meine Dekabristen-Edition ihren (vorläufigen) Abschluss

 

Mein Website-Titel
(Die fett gestellten Bücher sind derzeit lieferbar; z. T. bei epubli.de aberauch bei BoD Norderstedt, einzelne Titel sind derzeit nur auf Anfrage bei KÖHLERBUCH erhältlich und in der Bearbeitung noch nicht abgeschlossen)

 


 

 

Mein Arbeitsplatz bis 1992

 

Bild: Hille (v.l.n.r.:Frau Klaußnitzer, meine Wenigkeit und Frau J. Härtling im Jahr 1988)
Collage: Vincey
(im Bild oben links: A. Köhler 1849)

Das war einmal...

meine Insel.
Die Buchhandlung "WINSMANN" vorm. "Alexander Köhler" (gegr. 1846, s.u.) auf der Tharandter Straße in Dresden in den Jahren 1947 bis 1992.
Vorkriegsbild
Mein Arbeitsplatz heute (Oktober 2016)
lieferbar bei epubli.de

ISBN: 978-3-737562263

Zu bestellen über AMAZON, bzw. epubli.de

Sollte im Text hier und da ein Fehler auftauchen, den ich übersehen habe, so bitte ich um Nachsicht und weise darauf hin, daß ich kein professionelles Korrektorat habe. Jeder, der mich auf einen Fehler hinweist, sei schon im Voraus dafür bedankt.
184 Seiten
Alexander Puschkin und sein Gespräch mit Nikolai I. am 8. September 1826
(Titelbild: N. Gay "I. Pustschin zu Gast bei A. Puschkin", 1874 - wie sich das der Maler vorgestellt hat...)
Titelgestaltung der russ. Ausgabe von 1987 (Verlag "NAUKA" , Moskau)
Was man wissen sollte:
Die im Internet zur Zeit (seit 2005) angebotenen Werke J.G. Kohls sind nichts anderes als fotomechanische Kopien der Originalausgaben ab 1840 und liegen als Paperback im Preis bei 20-50 Euro. Ausser bei der Edition des Studio-Verlages hat sich kaum ein Verleger die Mühe gemacht, diese Bücher gründlich zu lesen, zu kommentieren, evtl. zu überarbeiten und zu ergänzen. Aber genau DAS ist mein Anliegen mit KÖHLERBUCH! Hier kann man sicher sein, dass jede Seite genau gelesen, überarbeitet und mit entspr. Anmerkungen/Ergänzungen versehen wurde. Außerdem habe ich mir das Vergnügen gemacht, Orte, die z.B. ein J.G. Kohl (s.u.) 1840 nicht finden konnte, mit einzuarbeiten.
Ausgabe 1841
überarbeitet und ergänzt
Dieser Band ist schon deshalb interessant, weil der Autor zu einer Zeit durch Rußland und Polen reiste, als sich der künftige Zar Alexander Nikolajewitsch mit W. Zhukowskij auf eine längere Reise durch Russland begab, wo er u.a. auch einige Dekabristen traf, jener "Befreierzar", der den Dekabristen schließlich die Freiheit zurück gab. Orte und Personen tauchen in diesem Buch auf, die jedem Puschkin- und Dekabristenfreund bekannt sein sollten.
Ill.:A.Kivcenko (1882)
1. Übertragung um 1900
Ill.: W.M.Wasnezow
Mehr als eine Chronik der Verbannung! (Preis: 39,80 Euro)
Eine Äußerung Iwan Pustschins aus dem Jahr 1852:"Die freie Meinungsäußerung bedeutet für jede Gesellschaft, egal welcher Stuktur, eine Art Bürgschaft dafür, dass sie funktioniert."(Aus einem Brief an F.F. Matjuschkin)

So fundamental die Erinnerungen I. Pustschins zur Lyzeumszeit und die frühe Jugend A. Puschkins sind, so fundamental sind auch seine Briefe aus der Zeit ab 1839 für jene Epoche der Dekabristen, da sie das Gefängnis verließen und zur Ansiedlung in verschiedene Orte Sibiriens geschickt wurden. Des Haltes durch die Kameradschaft der Schicksalsgefährten beraubt, verloren einige den Verstand oder kamen bei widrigen Bedingungen um. Andere suchten dennoch nach einem Sinn für ihr Leben und widmeten sich der Ausbildung einer neuen Generation in Sibirien. Das muss man sich einmal vorstellen: diese Menschen waren verbannt, geächtet und ihrer Ehre beraubt! Und was taten sie? Sie sorgten dafür, dass es anderen Menschen einmal besser geht... Das sagt eigentlich alles.

Foto:Etienne Carjat (Quelle: Wikimedia-Commons)
Was gehen uns in Deutschland die Dekabristen an? Mit denen haben wir doch nichts am Hut, könnte man meinen. Außerdem: das ist schon sooo lange her... Was scheren uns die Knackis von 1826, was gehen uns Sibirien oder der Kaukasus an. Feodossia? Nie gehört. Wo liegt das eigentlich? Für mich sind o.g. Personen und Orte Orientierungszeichen, um seelisch gesund durch das Leben zu kommen. Wer auf derartige "Wegweiser" verzichtet, wird schnell zum Spekulanten, lässt sich von der Oberflächlichkeit der daily ups and downs, des in und out zu einer meinungslosen Knete formen, kann nicht widerstehen und tut stets das, was alle anderen auch machen. In der Regel heisst das: andere Menschen hintergehen und übervorteilen, um zu schnellen Gewinnen zu kommen, die sich am Ende als Verlust erweisen. Wie schnell das Geld der Anderen futsch ist, wenn man ohne Bremse über den Laufsteg des Lebens schliddert, braucht man seit Februar 2010 keinem Banker groß zu erklären... Die gefährliche Krise, in der wir immer noch stecken, ist vor allem dadurch bedingt, dass Menschen mit Werten umgehen, ohne ethisch dafür vorbereitet oder geeignet zu sein. Auch deshalb habe ich diese Seite ins Netz gestellt, um all denen Anhaltspunkte, Anregung und Informationen zu geben, die sich mit verantwortungsvollem Geist die Frage stellen: "Welche Werte sind beständig? Welchen Sinn hat mein Leben noch, wenn ich satt bin? Kann ich äußere Krisen durch innere Sicherheiten ausgleichen? Und durch welche?" Etwas Sinnvolles wäre z.B., einmal länger darüber nachzudenken, welche Lebensvorstellungen Menschen in früheren Zeiten hatten, Menschen, die bewusst gelitten haben, damit andere Menschen durch ihr Beispiel geläutert werden und denen, die hungern (auch nach Liebe und Anerkennung!) das geben, wonach sie sich verzehren: saubere Kleidung (Gesundheit), Achtung (Förderung der Persönlichkeit) und jeden Tag genug zu essen. Boris Pasternak hat einmal geschrieben: "Wir alle sind nur in dem Maße Menschen geworden, in dem wir die Menschen liebten oder Gelegenheit hatten, sie zu lieben." Diesen Satz sollte jeder vor dem Aufstehen täglich formulieren und darüber nachdenken, bevor er an sein Werk geht. Wir Menschen existieren nur in der Gemeinschaft. Und für diese Gemeinschaft müssen wir etwas tun, müssen wir aktiv werden - gerade dann, wenn wir satt sind. Die Dekabristen waren solche satten Menschen, die alles hatten. Sie hatten mehr, als wir uns je vorstellen können, denn sie besaßen eine fruchtbare Kultur, kannten noch gültige Maßstäbe, nach denen sie leben konnten, Entscheidungen trafen, welche an den Edelsinn des Menschengeschlechts appellierten. Ihre Namen stehen für die ewige Begeisterungsfähigkeit und den Veränderungswillen der Jugend, aber auch dafür, dass der Mensch im Elend zu einer Größe findet, die schwere Krisen überdauert und bezwingt. Bei aller Unfertigkeit der Dekabristen sollten wir eines nicht vergessen: sie opferten sich nicht zuletzt für uns, weshalb wir heute aufgerufen sind, eine menschliche Kultur neu zu beleben, deren Wert nahezu ausschließlich nach Umsatz und Gewinn gemessen wird. Das ist das Ende menschlicher Kultur! Was aber können wir dem fortschreitenden Abbau kultureller und ethischer Werte entgegensetzen? Wie können wir korrupte und moralisch verkümmerte Geister seelisch wiederbeatmen, ebenso unseren Mut, um dann, wenn es nötig sein wird, all unsere Bequemlichkeiten zu opfern, damit für jene, die nach uns kommen, wieder genug Kultur vorhanden ist, in der sie sich entfalten können, ohne von den Strategien des globalen Marktes gelenkt zu werden und einfach das sind, als was sie geboren wurden: Individuen? Einzelwesen mit eigenen () Prägungen. Oder ist das schon nicht mehr denkbar? Die Antwort muss jeder selbst finden, und dieser Findungsprozes kann (aus meiner Sicht) auch über die Dekabristen führen. Sie haben etwas vorgelebt, sie haben ihr Leben genau in o.g. Sinn verstanden. Sie waren Störenfriede in einer Zeit, da nur wenige das Recht und die Möglichkeiten hatten, ihre Bequemlichkeit zu leben - auf Kosten anderer (natürlich!!!). Man hat sie deshalb weggesperrt - verbannt, damit man sie vergisst. Was taten sie aber? Sie halfen mit, Sibirien zu kultivieren oder riskierten ihr Leben im Kaukasus, bevor sie schließlich taten, wozu sie ausgezogen waren: sie befreiten die Bauern Russlands aus der Leibeigenschaft (indirekt). Sie haben am Ende ihres Lebens nichts von dem wirklich vermisst, was sie aufgaben, aufgeben mussten. Sie hatten alles, was man sich denken kann und gewannen mehr, als sie sich selbst vorstellen konnten: die Liebe unzähliger Nachgeborener.

Wenn Sie Hinweise und Anregungen haben oder einfach etwas bestellen möchten, schicken Sie ihre Mail an: Koehlerbuch@email.de.
2003/4 erschienen -vergriffen

"Die Brüder Christi in Russland" (ISBN 3-8334-1061-2)

Ich hatte diesen Titel gewählt, weil das Anliegen der wahrhaftigen Dekabristen darin bestand, eine Welt, die für sie an Unrecht bereits überfüllt war, zum besseren zu wenden. Hierfür wollten sie vor allem auf den Geist der Zeit in ihrem Land Einfluss nehmen. Als die Umstände einige von ihnen dazu nötigten, den Protest öffentlich zu machen, waren sie unfähig, Gewalt zu organisieren (bis auf Ausnahmen). Sie nahmen freiwillig Tod, Verbannung und Leid auf sich, da sie wussten - alle schauen auf uns und werden sagen:

"Seht, da waren Menschen, die es wagten, kühn zu sagen: SO GEHT ES NICHT WEITER! NICHT MIT UNS!" ...und so bekam die Figur des Jesu Christi Brüder, denn sie taten, was ihr Gewissen ihnen befahl und unterließen, was ihnen christliche Nächstenliebe verbat.

Warum musste diese Frau (s. Bild oben) im Jahr 1826 bei stärkstem Frost die Newa passieren, um ihren Liebsten zu sehen? Wieso saßen die besten Söhne Rußlands hinter dicken Mauern? Weshalb musste ein großer Dichter hängen und ein anderer zittern, während ein weiterer die Antwort nach dem Sinn seines Schicksals suchte? Wie groß waren die Opfer am Anfang der demokratischen Entwicklung Europas in Rußland? In welcher Verantwortung steht jede Politik, steht die Macht? Diese Fragen stellten sich vor 200 Jahren die jüngsten und talentiertesten Männer des russischen Imperiums, zur Zeit der französischen Utopisten um Fourier. Sie waren voller Stolz, denn sie hatten Napoleon besiegt. Jetzt wollten sie den Atem einer neuen "Russischen Wahrheit", den Atem der Freiheit in alle Hütten tragen - und scheiterten... Abgesehen von der Tragik ihres Lebens, nötigt ihr Schicksal noch heute jedem Respekt ab, der sich ein wenig mit ihnen beschäftigt. Ihre Namen bilden den Glorienschein eines großen Kulturbodens, auf dem der Geist eines Puschkin, eines Leo Tolstoi und vieler anderer erblühte, auf dem Wirtschaft, Bildung und Kunst gediehen. Sie sind das Edelste, was die Menschheit nach Jesus von Nazareth hervorgebracht hat und bedeuten uns, dass echte Demokratie auch den Einsatz der Herzen verlangt.

Yale Universität in New Haven / USA (s. Orbis-Katalog)

Universität von Chicago / USA (Regenstein Bookstocks)

Universitätsbibliothek Wien / Österreich

Universitätsbibliothek Bern / Schweiz

Universitätsbibliothek Basel (Schweiz)

Bayrische Staatsbibliothek in München

Bibliothek der Universität Heidelberg

Universitätsbibliothek der Stadt Bremen

Philipp-Universität Marburg

Bibliothek des Slawistischen Institutes der Universität Leipzig

DNB Frankfurt/Main und Leipzig

von Dekabr (russ.) - Dezember, weil der militärische Aufstand am 14./26. Dezember 1825 stattfand (das erste Datum steht für den julianischen,das zweite für den gregorianischen Kalender). Der Begriff wurde erstmals von Nikolai I. in dessen Korrespondenz mit seinem Bruder Konstantin Pawlowitsch (Warschau) geprägt, um einen Sammelbegriff zu finden, unter dem er "diese Wahnsinnigen" irgendwie bezeichnen konnte, deren Motivation zu Anfang noch nicht klar war und erst während der Untersuchung, bzw. der Zwangsarbeit/Verbannung mehr und mehr zum Impuls eines inneren Widerstandes wurde, aus dem heraus die öffentlich "Entehrten" (de facto aber hoch Verehrten!) Kraft schöpften, um positiv auf ihre Umgebung zu wirken. Damit schufen sie ein einzigartiges Beispiel für menschliche Selbstbestimmung - fern aller Konventionen und nach den Regeln reiner Menschlichkeit. Die provisorische Bezeichnung wurde später von der Allgemeinheit übernommen, weil sie politisch wertfrei ist. Die Helden der Bewegung gelten vielen Intelletuellen Rußlands als Apostel einer neuen Zeit, als Künder einer Volksgemeinschaft nach den Prinzipien Leistung und Solidarität. Die weitere kulturelle und literarische Entwicklung Rußlands (nach Puschkin) ist ohne die Vorbildwirkung der (echten!) Dekabristen nicht denkbar. Sie zählen zum kostbarsten Besitz edler menschlicher Denkungsart - nicht nur für Rußland... Und das Schönste ist daran, sie wärmen unsere Herzen - auch heute noch, als stehe die Zeit seit damals irgendwie still ...!
hc 604 Seiten (54,00 EUR); erstmals in deutscher Sprache vorliegendes "Alphabet" maßgeblicher, am Aufstand von 1825 beteiligter Personen, sowie jener, die darüber zu Gericht saßen und deren Umkreis - in Erweiterung des sog. Borowkow-Alphabetes, zzgl. div. Texte zu einigen der im Lexikon erwähnten Personen

Die Pilotausgabe des Dekabristen-Lexikons wurde u.a. von folgenden Bibliotheken bestellt:

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (FB Slawistik)

Universitätsbibliothek Lübeck

Bibliothek der Universität Heidelberg

Staats-und Universitätsbibliothek Bremen

Europäisches Übersetzer Zentrum in Straehlen / NRW

Bayrische Staatsbibliothek

Universitätsbibliothek Salzburg

Auf Abruf heißt: nach Eingang der Bestellung bringe ich das Manuskript auf den neuesten Stand, lasse es drucken und schicke das gewünschte Exemplar an Ihre Adresse. Dauer: 10-12 Tage (so viel Zeit muss sein).

1. Buch: Dokumente zur Vorgeschichte des Dekabristenaufstandes

Teil 1 - Erinnerungen der Dekabristen

Teil 2 - Erinnerungen von Zeitzeugen

2. Buch: Dokumente zum Dekabristenaufstand

Teil 1 - Der Aufstand in St. Petersburg am 14. Dezember 1825

Teil 2 - Der Aufstand in der Ukraine zur Jahreswende 1825/26 sowie die (vergeblichen) Bemühungen der Kameraden in Moskau

3. Buch : Dokumente zu Verhaftung, Verhören und Verurteilung der Dekabristen

Teil 1 - Die Verhöre

Teil 2 - In Haft

4. Buch: Dokumente zu Zwangsarbeit, Ansiedlung in Sibirien und Militärdienst der Dekabristen im Kaukasus

Teil 1 - Erinnerungen der Dekabristen an Sibirien

Teil 1a: Artikel und Erinnerungen von Zeitgenossen und div. Autoren über das Leben der Dekabristen in Sibirien

Teil 2 - Erinnerungen der Dekabristen an den Kaukasus

5. Buch: Die Korrespondenz der Dekabristen

Der Band enthält Briefe von:
Alexander, Michail und Nikolai Bestushew,Iwan Gorbatschewskij, I. Pustschin, Sergei Trubeztkoi, Iwan Burzew, Matwei Murawjow u.a.
- vor dem Aufstand (Teil 1)
- Während der Zeit ihrer Haft und während der Zwangsarbeit (Teil 2)
- Während der Zeit ihrer Ansiedlung in Sibirien und im Kaukasus (Teil3)

6. Buch: Aus dem schriftlichen Nachlass der Dekabristen

Teil 1 - Texte bis zum Dekabristenaufstand

Teil 2 - Texte ab 1826 (u.a den Artikel A. von Wisins zur Kritik der "Russischen Geschichte" von Enneaux, erschienen zu Paris im Jahr 1836)

Teil 3 - Zur Rezeption des literarischen Wirkens einiger Dekabristen
Umfang z.Zt. 324 Seiten (Hochglanz)Ich bitte um Verständnis, dass ich diesen Titel nur in schwarz-weiss anbiete, da eine durchgängig farbige Gestaltung den Herstellungspreis zu sehr beeinträchtigt. Auf Wunsch ist eine Lieferung des Titels in Farbe aber selbstverständlich möglich. Sie hat nur ihren Preis... (etwa 74, - EUR)Zur Zeit arbeite ich daran, einen Bildband daraus zu machen, der bei größerem Format auch dem Preis entspricht.
Wird z.Zt. nur auf Anfrage per Vorkasse geliefert
Alexander Bestushew (Marlinski): "Fregatte Nadeshda"; Brandenburgisches Verlagshaus 1990 (256 Seiten mit Abbildungen)

Alexander Bestushew (Marlinski): "Eine Reise nach Reval", Verlag Rütten & Loening, Berlin 1992 (192 Seiten mit 12 zeitgenössischen Illustrationen)

Alexander Brückner "Die Europäisierung Russlands" (wird derzeit im Reprint bei AMAZON angeboten!, ebenso seine "Literatur Russlands")

N.J. Edelmann "Verschwörung gegen den Zaren" (Pahl-Rugenstein)

J. D. Jakuschkin "Memoiren" ebenso jene von S. Wolkonsky und J. Obolensky in der Anthologie "Aus der Dekabristenzeit" des Gutenberg-Verlages Hamburg, 1907)

Wilhelm Küchelbecker: "Über die Entwicklung in unserer Poesie" und "Vorlesung über russische Sprache und russische Literatur" (22 Seiten)

Kondrati Rylejew: "Einige Gedanken über die Poesie" (8 Seiten)
(letztere Arbeit wurden 1975 von Gerhard Dudek in dem Titel "Die Dekabristen - Dichtungen und Dokumente" beim Insel-Verlag Leipzig publiziert), ebenso

Nikolai Gneditsch: Rede über die Bestimmung des Dichters sowie 1 Traktat (18 Seiten) und

Alexander Ulybschew: "Der Traum"

Tynjanow "Küchelbecker" und "Der Tod des Wesir Muchtar" (zu Griobojedow)

Bulat Okudshawa "Awrossimow" (zur Arbeit der Untersuchungskommission)

Sergei Wolkonsky "Die Dekabristen" (Europäischer Geschichtsverlag Paderborn)
Ganz oben in der Beliebtheit stehen nach wie vor

"Die Erinnerungen der Fürstin Maria Wolkonsky" (Buchverlag der Morgen, Insel-Verlag)

Im September bei BoD erschienen!

Insgesamt gibt es zur Bibliographie der Dekabristen bis 1976 exakt 11.836 Einträge (also Titel und Beiträge zum Thema), die alle durchzuarbeiten, mehr als eine Zumutung bedeutet. Aus diesem Grunde beschränke ich mich auf Titel, die in einem gewissen Zusammenhang mit meiner Edition stehen.
N.N. Murawjow "Reisen nach Turkmenien und Chiwa in den Jahren 1819-1821"
Reinhold Schletzer Verlag, Berlin (ISBN 3921539242)
Wladimir Brjuchanow "Die Verschwörung des Grafen Miloradowitsch", erschienen im Verlag ASTREL in Moskau 2004. Der Autor bemüht sich um eine originelle Darstellung der Umstände und Intrigen, die zum Aufstand des 14. Dezember 1825 führten, dessen Scheitern er jenen anlastet die schlichtweg unprofessionell gearbeitet haben. Dabei erfährt man einige wissenswerte Details, die meinen persönlichen Eindruck der humanen Bestrebungen des Kerns der Dekabristen aber nicht beeinflusssen.
unbekannter Maler um 1820
Die Tochter der Nichte Potjomkins, A.W. Branitzkaja (geb. Edelmann), auch bekannt als jene Fürstin Woronzowa, der Alexander Puschkin in Odessa huldigte. Sie war verwandt mit dem Geschlecht der Potockis und Schwiegermutter einer Trubetzkaja.

Nicht uninteressant ist auch, daß Margarita Woloschin, die Leo Tolstoi noch persönlich kannte, aus dem Stamm der Famiie Sabaschnikow war. Nikita F. Sabschnikow (1785-1854?) war der Vater von Agnia Starzew (die Großtante von Margarita Woloschin), jener Frau, die sich der Kinder von Nikolai und Michail Bestushew annahm: Alexei und Lolja. Ersterer ist noch heute in Ostsibirien eine Berühmtheit.
"Denk ich an damals zurück.."ISBN 978-3-8448-1865-9
"Erinnerungen" (Buch 19) ISBN : 978-3-7418-0611-7
Die Aufzeichnungen und Erzählungen des Nikolai Bassargin (344 Seiten; 28,40 EUR), Abbildung unten: Dekabristen-Museum Moskau (Autor: Repin um 1834)
Dieser Nachfahre eines Architekten der Admiralität in Petersburg war einer derjenigen, die sich wie M.S. Lunin Zeit ihres Lebens Gedanken für ein besseres Rußland gemacht haben, und mir ist es eine große innere Freude, ihm endlich auf die Spur gekommen zu sein...
Ursprünglich hatte ich nur vor, Teile seiner Erinnerungen in einem der o.e. Bände unterzubringen, doch je mehr ich las, desto interessanter wurde er für mich, desto wichtiger wurden manche Details, die er schilderte, um mir ein kompletteres Bild von Zeit und Umständen zu geben. Das Archiv des W.D. umfasst 450 Seiten und beinhaltet neben den Erinnerungen auch belletristische Arbeiten sowie Artikel zu gesellschaftlichen Fragen - insbesondere zur Leibeigenschaft, bzw. Lage der Bauern in Russland, aber auch über Sibirien und dessen Entwicklungsmöglichkeiten. Da er finanziell recht gut versorgt war, musste er seinen Lebensunterhalt nicht erarbeiten und konnte sich in aller Ruhe (von den familiären Dramen einmal abgesehen) ein Bild von seiner Umgebung machen. Nach der Thronbesteigung durch Alexander II. (1857-60) brachte er seine Überlegungen neben den Erinnerungen zu Papier.

Buch 12 der Edition: (in der Endkontrolle)

"Die Murawjows"
Portrait einer Familie

ISBN 978-3-7375-6852-4 (50,- E)

(Archivfoto um 1896)

Wer dieses Buch nicht gelesen hat, scheint für den Rest seines Lebens gestraft zu sein. Mit sprachlicher Eleganz berichtet der Lehrer von Marina Zwetajewa, ein Vertreter der russischen Hocharistokratie und Enkel von Maria Wolkonsky, von den Höhen und Tiefen seines engagierten Lebens.

Titel der englischsprachigen Ausgabe "My reminescences"; 2 Bände 100 $
Foto: Vincey
(Interessenten können auch eine Mail senden an: Koehlerbuch@web.de)
Abb. um 1810: Zar Alexander I. mit Gemahlin
(unbek. Maler der Zeit)
Abbildung oben: Blick auf die Newa (Ausschnitt), Maler: Alexander Beggrow (1841 - 1914); Quelle: wikimedia.common.ru

 

 

Der Dekabrist S.P. Trubetzkoi schrieb um 1830: "Zu allem Unglück sind die gesellschaftlichen Verhältnisse in Russland noch immer so organisiert, daß allein das Militär, und dies ohne Rücksicht auf die Volksmeinung, darüber bestimmt, wer in Russland regiert..." Natürlich standen seine Worte damals in einem anderen Zusammenhang, als wir dies heute verstehen. Nachdenken sollte man darüber trotzdem...